Bitte nicht im Auto! Geburtsbericht – Die Geburt meines Sohnes

Große Veränderungen fangen klein an. Ich wusste, dass ich schwanger war, noch bevor ich wirklich schwanger war. Verrückt? Hört sich absolut so an. Doch an dem Tag war das Licht so anders. Die Vorhänge… Sie leuchteten! Zwei Wochen später saß ich bei meiner Ärztin und sah: mein BABY. Genauer gesagt einen kleinen weißen Punkt auf dem Ultraschallbild, aus dem es einmal werden sollte. Unfassbar. Aus dem Nichts hat man plötzlich ein Kind. Ein unglaubliches Geschenk. Es war nicht geplant. Aber gewollt.

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Es gibt immer was zu tun

Ein Kind ist ein riesen Projekt. Also, nicht speziell nur für mich. Generell. Für alle Mütter, Väter, Familien, Schulen, Politiker, die ganze Welt. Ein Kind groß zu ziehen ist eine der komplexesten Angelegenheiten, die es gibt, und wohl auch die schwierigste. In jedem Kind steckt der Keim für eine bessere Welt. Oder eine schlechtere, je nachdem, wie es aufwächst.

Kein Wunder, dass viele vor der immensen Verantwortung zurückschrecken. Ein Kind zu haben bedeutet, nie mehr richtig zu schlafen. NIE mehr.

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Immer am Limit

Glück auf aus der Zombiefabrik! Das Müdigkeitslevel hat eine neue Dimension erreicht. Was ist krasser als ein Baby plus Kleinkind? Ein Baby plus erbrechendes Kleinkind.

Besonders übel: der Papa hatte das ganze Wochenende Dienst und ich war demzufolge allein mit den beiden. Was an sich relativ gut funktioniert (auch ein Ausnahmezustand wird irgendwann Gewohnheit), aber wenn dein Kind dann plötzlich nachts anfängt zu speien, drehst du dich schon erstmal hilflos im Kreis.

Zwischen Baby füttern, Kind trösten und Bettzeug wechseln hab ich mir noch Sorgen um meine Katze gemacht, die mir gestern beim Spazierengehen aberwitzig weit bis über eine Bundesstraße gefolgt ist und seitdem unauffindbar war.

Aber auch diese Nacht war irgendwann vorbei und am Morgen strahlte mich mein Mädchen schon wieder fröhlich an und bettelte darum, in dem Kindergarten gehen zu dürfen. Andere Kinder bekommen Bauchschmerzen, wenn sie in die Kita sollen, mein Kind bekommt welche, wenn sie nicht gehen kann.

Und dann kommt mein wunderbarer Freund nach Hause und überrascht mich mit einem Blumenstrauß.

Nicht nur deswegen bin ich an diesem Montagmorgen trotz Horrornacht richtig gut drauf. Ich habe die Herausforderung allein bewältigt, beide Kinder sind wohlauf und zufrieden und die Wohnung sogar halbwegs ordentlich. Nun bin ich schon bisschen stolz… in diesem Sinne allen einen tollen Montag, ihr schafft das! Ach und die Katze ist auch wieder da!
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Muttertag: Es geht auch ohne Blumen

Einen wunderschönen Muttertag euch wunderschönen Müttern da draußen!

Heute wollte ich endlich wieder einen Blog online stellen. Darüber, dass ich mit dem zweiten Kind noch einmal mehr zu schätzen weiß, was jede Mutter, was MEINE Mutter jeden Tag leistet. Zwei Kinder bedeutet nicht nur doppelte Arbeit. Nein, die Arbeit hat sich gefühlt verzehnfacht, ich wasche, räume, spüle den ganzen Tag und trotzdem sieht es bei uns aus wie bei Hempels unterm Sofa (wer sind eigentlich diese Hempels?).

Was auch neu ist, ist dieser ständige Zwiespalt und das Gefühl, keinem Kind so richtig gerecht zu werden. Eines muss immer zurückstecken. Damit umzugehen fällt mir extrem schwer und wird wohl auch nie einfach sein, nicht einmal, wenn sie erwachsen sind. Hundertprozentig gerecht sein klappt eben nie.

Tja und jetzt laufe ich hier durch den Wald und siniere über den Muttertag und dass meine Kinder noch zu klein sind, mir etwas zu schenken. 😂 Und dass ich doch überhaupt kein Geschenk brauche. Keine Blumen, nichts Gebasteltes (über das ich mich natürlich trotzdem später extremst freuen werde 💚), keine Karte. Ich HABE mein Geschenk doch schon! Sogar zwei Stück. Zwei mal mein Herz, das außerhalb meines Körpers herumspaziert.

Es heißt, Kinder suchen sich ihre Eltern aus. Und egal, wie ein Kind auch sein mag, ruhig oder temperamentvoll, brav oder „willensstark“, jedes Kind ist ein Geschenk an seine Eltern. Dass uns jeden Tag neues lehrt und uns Liebe schenkt und unser Herz zum hüpfen bringt.

Von daher – liebe Grüße an den deutschen Floristenverband – aber eigentlich brauchen wir heute keine Sträuße. Was sind schon Blumen gegen das Lächeln des eigenen Kindes!

Ich wünsche allen Muttis (UND Vatis, die (meisten) leisten ja genauso viel!) einen wunderbaren Tag hoffentlich zusammen mit euren Kindern. Genießt jede Sekunde! 💚😘 An dieser Stelle möchte ich noch meiner Mama danken 🙋🏼‍♀️❤ danke, dass es mich gibt!

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Der Countdown läuft! Wo entbinden? Klinikgeburt vs. Geburtshaus

Als ich noch nichts übers Kinderkriegen wusste, stellte ich mir Entbindungen so vor, wie man sie aus amerikanischen Sitcoms kennt: Sterile Krankenhausbetten, dazwischen speckige Vorhänge und in jeder Ecke schreit eine Frau. Ärzte, die hektisch hin und her wuseln, Tränen, wenn die Babys endlich draußen sind. Vor der Tür steht bereits die versammelte Großfamilie, die nur darauf wartet, Blumensträuße und kitschige Geschenke ums Bett zu drapieren und das Baby unter den mindestens 25 Leuten herumzureichen. Dann stürmt die Sippe herein, und nötigt Mutter und Vater mitsamt Baby direkt nach der Niederkunft zu einem gemeinsamen Familienfoto.

Der komplette Albtraum!

Ich habe mir immer eine Hausgeburt gewünscht, auch beim ersten Kind. In meiner gewohnten Umgebung, ohne nervige Ärzte, nur mit meinem Partner und der Hebamme meines Vertrauens. Leider leben wir in einer Gesellschaft, in der eine Schwangerschaften als Krankheit und die Entbindung als pathologischer Krisenzustand angesehen werden. Die erste, die mir die Illusion einer Hausgeburt nahm, war meine damalige Hebamme: Zu unsicher, zu unhygienisch, zu risikoreich. Als ob ich vorhätte, mein Kind auf einer Bahnhofstoilette in Köln-Kalk zu gebären.

Die nächste, die dagegen wetterte, war die Hebamme aus dem Geburtsvorbereitungskurs. Auch ihrer Ansicht nach sind Haugeburten programmierter Selbstmord. Verunsichert und eingeschüchtert habe ich mich damals schließlich für eine Geburt in einem großen Krankenhaus mit angegliederter Kinderklinik entschieden. Das Ergebnis: komplette Fremdbestimmung im Kreißsaal, nervige Krankenschwestern und noch nervigere Bettnachbarinnen. Die Konsequenz: Stillprobleme ab dem ersten Tag inklusive bedauerlichen Abstillens nach zwei Wochen aufgrund von Milchstau und wiederholten Entzündungen.

Also wird es jetzt beim zweiten Kind endlich eine Hausgeburt? Ihr werdet lachen, aber nun mag ich nicht mehr zuhause entbinden. Nach langem Hin und Her habe ich mich wieder für eine Klinikgeburt entschieden. Das hat aber diesmal nicht wieder was mit den Hebammen zu tun. Nein, vielmehr mit meinen Erfahrungen bei der ersten Geburt.
Zum einen, weil ich jetzt weiß, wie ich mich nach einer Entbindung fühle. Ich bin K.O., ich bin ausgelaugt, ich fühle mich schmuddelig und ich möchte einfach meine Ruhe haben. Zuhause können mir die Verwandten noch so viel Arbeit abnehmen, ich fühle mich trotzdem in der Pflicht, mit anzupacken, Essen zu kochen und vor allem auch mich um mein erstes Kind zu kümmern. Das Mama-Verantwortungsgefühl eben. In der Klinik bin ich ausgebremst – und das ist gut so. Ich möchte dieses Mal wirklich unglaublich gern erfolgreich stillen und kein Brust-Trara riskieren, nur weil ich mich wieder nicht angemessen schone.

Und zum anderen: So eine Geburt ist schon eine üble Sauerei. Ich meine, das Blut, die Gerüche, die schmutzigen Laken… da bin ich doch froh, wenn das Saubermachen jemand anderes übernimmt und wir nicht unsere Einrichtung opfern.

Zum Thema Geburtshaus. Ich kenne Frauen, die in Geburtshäusern entbunden haben und total begeistert waren. Ich stelle mir das auch als wunderbare Alternative vor und habe mir gleich zu Beginn der zweiten Schwangerschaft eines angeschaut. Geburtshäuser werden von Hebammen geleitet und bieten den Vorteil, dass man als Frau die Geburt selbstbestimmt und weitgehend ohne Technik in entspannter Atmosphäre erleben darf. Der Nachteil (wenn man das als solchen empfindet), ist, dass man wenige Stunden nach der Geburt wieder nach Hause fahren muss. In Hinblick auf die Sehnsucht nach meiner Alisa, die mich durch die Trennung auf jeden Fall überkommen wird, erschien mir das total praktisch. Aber ich weiß auch, dass ich nicht der Typ bin, der sich nach der Geburt sofort wieder in normale Klamotten zwängt und schnurstracks ins Auto steigt um Heimzufahren. Wie gesagt, ich möchte mich einfach erholen und ganz in Ruhe mein Baby kennenlernen.

Und dazu kommt noch der Weg zum Kinderarzt für die U2. Beim letzten Mal habe ich mich nach einem Tag Klinikaufenthalt selbst entlassen und musste dann direkt an Tag drei mit meinem Baby zum Kinderarzt gondeln, damit er diese Untersuchung, die normalerweise direkt in der Klinik gemacht wird, durchführt. Auch diesen Stress möchte ich mir und dem Baby diesmal ersparen.

Alles in allem ist eine Geburt im Geburtshaus weniger komfortabel als eine Hausgeburt und bietet dabei nicht den medizinischen Standard einer Klinik. Deshalb habe ich mich am Ende dagegen entschieden – auch wenn dort sicher sehr viele Frauen ganz wunderbare Geburten erleben und auf diese Erfahrung schwören. Aber das muss jeder für sich selbst festlegen.

Noch ein Paar Worte zur Wahl der Geburtsklinik: Bei Alisa damals waren wir zu einem Infoabend in einem renommierten und beliebten Krankenhaus mit einem super lustigen und charmanten Chefarzt. Dieser war letztendlich auch der Grund, warum wir uns für jenes Krankenhaus entschieden haben. Rückblickend weiß ich: es kommt nicht auf den Chefarzt an. Auch nicht auf die Größe der Klinik, die Farbe der Kreißsaalwände, ob Lachgas gegen die Wehenschmerzen eingesetzt wird oder ob das Essen gut schmeckt.

Was für mich wichtig ist, ist a) die Entfernung des Krankenhauses zum Wohnort, b) ob die Hebammen und Schwestern sympathisch und kompetent sind und c) ob es Familien- oder Einzelzimmer gibt. Manchen ist noch wichtig, ob in der Klinik das Baby im Notfall intensivmedizinisch behandelt werden könnte und wieder andere legen hohen Wert auf eine Wassergeburt oder eine spezielle Ausstattung der Kreißsäle. Ich habe mir jetzt eine kleine, eher familiär anmutende Klinik mit sehr netten Hebammen und – das war mir am wichtigsten – Einzelzimmern ausgesucht.

Das ist wie gesagt meine persönliche Ansicht zu dem Thema. Ob mir die Entscheidung für eine andere Geburtsklinik einen besseren Start mit dem Baby bescheren wird, weiß ich nicht. Man kann eben nicht alles planen. Und spätestens unter der Geburt wird mir sowieso alles egal sein. 🙂

Wie ist eure Meinung zu dem Thema? Seid ihr eher Team Geburtshaus oder Team Kreißsaal? Oder hattet ihr gar eine Hausgeburt?

XOXO,

Annemarie

6 Tipps für Kleinkinder bei großer Kälte

6 Tipps für Kleinkinder bei großer Kälte

Es wintert, liebe Leute. In den letzten Tagen hatte es bei uns morgens minus 12 Grad. An sich kein Problem und in unseren Gefilden im Januar völlig normal. Und so schön! Ich bin ja absolut der Typ „Schneemann“, so richtig mit Schneeflockenliebe und erst glücklich, wenn die Eisblumen blühen. Mit kleinen Kindern stellt sich aber die Frage, wie viel kalte Luft ist noch gesund? Können wir bedenkenlos draußen spielen? Wie schütze ich mein Kind vor der großen Kälte? Fakt ist, Bewegung an der frischen Luft, am besten im Sonnenlicht, stärkt das Immunsystem. Damit vom Wintervergnügen keine Frostbeulen bleiben, sechs Tipps für kleine Schneemännchen, die sich bei uns bewährt haben:

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Listen, Schmerzen und doppeltes Glück: 7 Dinge, die in der zweiten Schwangerschaft anders sind

Als ich mit Alisa in den Wehen lag und die Kreißsaal-Hebamme mich fragte, ob dies mein erstes Kind sei, habe ich geschrien und war mir sicher, dass es auch mein letztes ist.

Nun, nach einiger Zeit vergisst frau die Schmerzen der Geburt. Und in dem Maße, in dem die Erinnerung an das Schlechte verblasst, nimmt die Erinnerung an das Schöne zu: An die Freude über den positiven Schwangerschaftstest. An das euphorische Shoppen von winziger Babykleidung. An die ersten Tritte des kleinen Bauchbewohners. An die Ultraschall-Termine. An die Aufregung vor der Geburt. Und schließlich an den ersten Blick in diese wunderschönen, beinahe mystischen Augen, die fragend und staunend, ebenfalls zum allerersten Mal, auf ihre Mami schauen.
Die erste Schwangerschaft war spannend und geheimnisvoll. Beinahe täglich habe ich irgendwelche Bücher zum Thema gelesen, die Schwangerschaftswochen via App nachverfolgt und protokolliert, den Terminen beim Frauenarzt entgegengefiebert, Ultraschall-Bilder ins Fotoalbum geklebt, einen Gipsabdruck vom Babybauch gemacht und das Kinderzimmer schon Monate vor dem Termin mit jeglichem Schnickschnack ausgerüstet. Und jetzt? Für das neue Baby haben wir noch nicht einmal einen Namen!

Dass die zweite Schwangerschaft so völlig anders ist als die erste, ist keine große Überraschung. Dass ich sie aber, abgesehen von den körperlichen Einschränkungen, nicht einmal wirklich wahrnehme, hätte ich nicht erwartet.

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