6 Tipps für Kleinkinder bei großer Kälte

6 Tipps für Kleinkinder bei großer Kälte

Es wintert, liebe Leute. In den letzten Tagen hatte es bei uns morgens minus 12 Grad. An sich kein Problem und in unseren Gefilden im Januar völlig normal. Und so schön! Ich bin ja absolut der Typ „Schneemann“, so richtig mit Schneeflockenliebe und erst glücklich, wenn die Eisblumen blühen. Mit kleinen Kindern stellt sich aber die Frage, wie viel kalte Luft ist noch gesund? Können wir bedenkenlos draußen spielen? Wie schütze ich mein Kind vor der großen Kälte? Fakt ist, Bewegung an der frischen Luft, am besten im Sonnenlicht, stärkt das Immunsystem. Damit vom Wintervergnügen keine Frostbeulen bleiben, sechs Tipps für kleine Schneemännchen, die sich bei uns bewährt haben:

1. Zwiebellook

Der Winterspaß steht und fällt – logisch – mit der Auswahl der richtigen Kleidung. Womit wir beim guten alten Zwiebellook wären. Mehrere Schichten Kleidung wärmen dank der isolierenden Luftschichten besser als die dickste Jack Wolfskin-Jacke. Als Faustregel für kleine Kinder gilt: Immer eine Schicht wärmer anziehen, als man sich selbst anziehen würde. Wir ziehen Alisa bei solchen Temperaturen in der Regel Unterhemd, Wollpullover und Fleecejacke an, untenrum eine Thermostrumpfhose und eventuell noch dicke Socken. Darüber dann ihren gefütterten Schneeanzug, einen dicken, wolligen Loopschal, ihre dickste Bommelmütze und gefütterte Winterstiefel. Wichtig ist, dass keines der Kleidungsstücke zu klein ist. Vor allem die Schuhe sollten Platz für Luftzirkulation bieten (aber natürlich nicht zu groß sein). Am schwierigsten sind immer die Handschuhe. Unsere Tochter zieht sie einfach nicht gern an und wenn, kann sie mit den kleinen Fäustlingen kaum greifen oder spielen. Für Fingerhandschuhe ist sie aber leider noch zu klein. Schwieriges Thema gerade bei uns.

2. Auf Metallteile achten

Unbedingt aufpassen, dass keine Reißverschlüsse oder Knöpfe auf nackter Haut aufliegen. Sie könnten an der Haut anfrieren!

3. Eincremen

Gerade die zarte Gesichtshaut (nicht nur von kleinen Kindern) ist total kälteempfindlich. Da hier keine schützenden Stoffschichten zum Einsatz kommen können, hilft nur cremen, cremen, cremen. Am besten mit spezieller Wind- und Wettersalbe. Normale Gesichtscremes enthalten oft Wasser, das die Haut bei diesen Temperaturen zusätzlich auskühlt und strapaziert. Wenn das Wasser im Gesicht verdunstet, kann es außerdem zu Erfrierungen kommen. Wir benutzen zur Zeit das Weleda Calendula Wind- und Wetterbalsam 30 ml*. Wenn ich einmal vergesse, Alisas Gesicht vor dem Gang nach draußen einzucremen, rächt sich das sofort mit rauer und trockener Haut auf den Wangen. Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber für uns ist die Creme wirklich essenziell vor dem Winterspaß. Im Kindergarten habe ich auch eine kleine Tube positioniert.

4. Die Dauer im Blick haben

Kinder vergessen beim Spielen oft alles um sich herum, selbst die Kälte. Wenn sie ordentlich eingepackt sind und weder frieren noch schwitzen, ist das auch kein Problem. Man sollte nur immer wieder die Temperatur von Händchen, Gesicht und Nacken überprüfen. Auch wenn sich die Farbe der Gesichtshaut auffällig aufhellt, sollte man sofort ins Warme gehen, weil das der Beginn von Unterkühlung und Erfrierungen sein kann. So schlimm war es bei uns noch nie, man hat ja auch seinen gesunden Menschenverstand und spürt, wenn es Zeit wird, wieder reinzugehen. Schwierig wird das, wenn man spazieren geht und sich weit von der nächsten Wärmequelle entfernt. Wir waren einmal, da war es noch nicht mal gar so kalt, mit Alisa ein größeres Stück spazieren. Leider bestand der Großteil der Strecke aus zugigem Feldweg und an dem Tag ging echt starker und eisiger Wind. Alisa hat das letzte Drittel des Heimweges nur noch geschrien, hatte eiskalte Hände und Gesicht und ich absolute Panik. Ich habe ihr meinen Schal umgebunden, während der Opa versucht hat, ihre Hände in seiner Jacke zu wärmen. Ein vor Kälte schreiendes Kind ist echt ein Alptraum! Deshalb: Lieber kein Risiko eingehen und vor Spaziergängen gut überlegen, welche Strecke man sich und dem Kind zumutet.

5. Kontinuität

Man muss keinen Bio-Leistungskurs besucht haben, um zu wissen, dass unser Körper über die wunderbare Fähigkeit verfügt, sich schrittweise an neue Umweltbedingungen anzupassen. Die „Adaption“ macht, dass der Winter sich am Anfang der Jahreszeit kälter anfühlt als am Ende. Wir haben uns an die Kälte gewöhnt. Natürlich nur, wenn wir mehr oder weniger täglich draußen waren und uns regelmäßig in der Kälte aufhalten. Ein Stubenhocker, der dann bei Minusgraden plötzlich seine Liebe zur Natur entdeckt, wird sich wesentlich unwohler fühlen, als einer, der sowieso jeden Tag draußen ist. Heißt: Das Kind muss an die frische Luft! Täglich, egal bei welchem Wetter. In unserem Kindergarten sehen sie das zum Glück ebenso und gehen wirklich bei Wind und Wetter mindestens eine halbe Stunde nach draußen. Und nachmittags gehen wir dann mit ihr gemeinsam nochmal raus, auch wenn sie manchmal nicht die allergrößte Lust hat. Eine kleine Runde um den Block reicht ja schon aus, um die Zellen zu erfrischen. 😉

6. Regelmäßig lüften

Das hat jetzt weniger was mit der großen Kälte zu tun, als vielmehr mit dem Immunsystem. Kinder können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren und sind in der Wohnung oft viel zu warm angezogen. Sie toben und rennen schließlich auch drinnen ordentlich. Regelmäßig lüften beugt Überhitzung vor und befeuchtet zudem die Schleimhäute, was Erkältungen vorbeugt. Vor allem nachts sollte man die Kleinen nicht allzu dick einpacken und für eine Raumtemperatur von 18 Grad sorgen. Alisa schläft zur Zeit am liebsten mit Kuschel- UND Winterbettdecke ein und wacht dann mit verschwitzten Haaren wieder auf. Gefährlich! Ich ziehe ihr deshalb auch jetzt im Winter nur einen dünnen Schlafanzug an und versuche ihr die Kuscheldecke nur leicht über die Beine zu legen. Die Bettdecke sorgt ja allein für genügend Wärme. Im Schlafsack schläft sie mit ihren fast 2,5 Jahren schon lange nicht mehr.

Natürlich gibt es auf diversen Mama-Seiten noch viel mehr Tipps gegen die Kälte, Ratschläge, was man im Notfall gegen Erfrierungen tun kann und worauf man sonst noch achten sollte (Sonnenbrille zum Beispiel – aber bekommt ihr euer Kleinkind dazu, eine aufzusetzen? Ja? Auch länger als zehn Sekunden?). Ich habe hier ausschließlich von unseren Erfahrungen und Vorkehrungen berichtet. Wer noch mehr wertvolle Tipps auf Lager hat, gern her damit!

Wie macht ihr das beispielsweise mit den Handschuhen? Und welche Gesichtscreme verwendet ihr für euer Kind? Lasst gern Kommentare da. 🙂

Ich wünsche euch ein fröhliches Frostvergnügen!

XOXO,

Annemarie

* Amazon Partner-Link/Affiliate-Link (Die vorgestellten Produkte wurden von mir recherchiert und persönlich ausgewählt – ich präsentiere nur, was mich absolut überzeugt.)

2 Gedanken zu „6 Tipps für Kleinkinder bei großer Kälte“

Schreibe eine Antwort zu Dresden Mutti Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s