Rückblick: Wie ich die Geburt im Krankenhaus erlebte + kleine Überraschung

Meine Püppi ist zwei geworden. Und Geburtstage, insbesondere der des eigenen Kindes, bringen bekanntermaßen eine gewisse Nostalgie mit sich. Woran erinnere ich mich als erstes, wenn ich an diesen besonderen Tag zurückdenke? Wehenschmerzen, den Duft des rosigen Köpfchens, Stillprobleme? Nein. Schon auch, aber sekundär. Das erste, was mir sofort in den Sinn kommt, wenn ich an den 12. September 2016 denke, ist – ganz banal: das Wetter.

Es war heiß. Noch heißer als in diesem Jahr, und das will was heißen. Es hatte an die 33 Grad im Schatten. Mein Baby kam um 7.14 Uhr zur Welt. Das bedeutet, ich verbrachte den Tag in einem unklimatisierten Krankenhauszimmer mit gefühlt stündlich wechselnder Bettnachbarin und verging beinahe vor Hitze. An Erholung von der Geburt war überhaupt nicht zu denken. Meine Haare waren nass und fettig, aber ich getraute mich nicht zu duschen, weil a) das Baby schreien und ich in dem Moment nicht sofort da sein könnte und weil b) „untenrum“ alles so dermaßen schmerzte, dass ich allein bei dem Gedanken an Wasser und Seife die Wände hätte raufgehen können. Mehr als kurze Sitzbäder und eine Katzenwäsche mit Waschlappen waren nicht drin. Sorry, aber so war das nun mal.

Insgesamt bin ich ja ohnehin nicht der Krankenhaustyp. Ich meine, wer ist das schon. Aber ich habe echt ein GRAUEN vor Krankenhäusern. Ich habe deshalb von Anfang an gesagt, dass ich ambulant entbinden und danach sofort (!) nach Hause möchte. Ging leider nicht, weil ich eine PDA bekommen hatte (die überhaupt nicht nötig gewesen wäre, aber das ist eine andere Geschichte) und deshalb noch einen Tag unter Beobachtung bleiben musste. Hrmpf. Ich verbrachte also Tag und Nacht schwitzend und speckig im Krankenhaus. Selbst nachts herrschte reges Begängnis in meinem Zimmer. Hier eine Schwester, da eine neue Bettnachbarin, die hatte Probleme, noch mehr Schwestern, dann wieder Wechsel der Bettnachbarin.

Mein Baby schlief wunderbar, nur ich nicht. War mir egal, ich hätte sowieso meine Augen nicht von diesem kleinen Wunder lassen können. Leider befahlen mir die grantigen Schwestern immer wieder, das Baby pünktlich alle zwei Stunden zu wecken und anzulegen, egal ob es hungrig war oder nicht. Wenn es nicht wach würde, sollte ich es halt wickeln. Müsste ich eh lernen, bekäme ich gleich Routine. Im Nachhinein finde ich das alles grob und unwürdig, aber ich war einfach unerfahren und wusste es nicht besser und die Schwestern hatten halt keine Zeit. Kein Wunder bei gefühlt 100 Geburten an einem einzigen Tag. Konnte froh sein, überhaupt noch ein Zimmer auf der Entbindungsstation bekommen zu haben.

Am zweiten Tag, kurz vor der (erzwungenen) Entlassung, kam zu allem Übel die Babyfotografin. Ich, komplett übermüdet, ungeduscht und mit strähnigem Dutt, und mein Baby, in einem viel zu großen Strampler mit gelben Milchflecken. Die perfekten Fotomodels. 🙂 Wir haben nachher trotzdem ALLE Bilder gekauft. Man ist ja verliebt.

Irgendwann waren wir schließlich wieder zuhause, ich konnte (Zähne zusammenbeißen!) duschen und der Herbst hielt auch endlich Einzug. Rückblickend bin ich traurig, dass ich kaum schöne Erinnerungen an die Geburt habe. Dass alles so blöd gelaufen ist.

Beim zweiten Kind soll alles anders werden. Ganz kleines Krankenhaus mit Familienzimmer oder gleich Geburtshaus. Am liebsten Hausgeburt, aber das macht mein Freund nicht mit. Mit großer Wahrscheinlichkeit keine Sommerhitze. Zeit und Mut zum Duschen, Baby nach Bedarf stillen und nicht nach Vorschrift.

Moment mal, Moment! Zweites Kind?

Hihi, Überraschung… Ich bin – Trommelwirbel – schwanger! Baby Nummer zwei soll im März fertig sein. Wir sind überglücklich und schließen gerade Wetten ab, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Brüderchen oder Schwesterchen für Alisa, was denkt ihr?

XOXO,

Annemarie

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