Warum Yoga glücklich macht – plus große Ankündigung!

Wann warst du das letzte Mal so richtig glücklich?

Ich meine nicht das kurze, flüchtige Glück, das man fühlt, wenn man ein Stück Schokolade auswickelt, ein überraschendes Geschenk bekommen hat oder jemand etwas Nettes sagt. Ich meine so richtig glücklich, rundum, ohne Einschränkungen. Einfach, weil alles gepasst hat. Weil du gerade komplett in dir ruhst, du dir nichts wünschst und dir nichts fehlt. Weil gerade überhaupt nichts besser sein könnte. Wann war das?

Weißt du nicht? Lange her?

Kenne ich. Dabei habe ich so ein tolles Leben – liebevolle Familie, gesundes Kind, schöne Wohnung, ganz viel Wald um mich herum, genug zu essen, kerngesund, tolle Hobbies… eigentlich müsste ich den ganzen Tag strahlen vor lauter Glück. Und doch – oft bahnt sich das Glücksgefühl seinen Weg und: zack! Kommt ein trüber Gedanke und macht alles wieder kaputt. Meistens nehme ich die kleinen Glücksmomente im Alltag nicht einmal wahr. Und wenn, koste ich sie nicht angemessen aus. Irgendwas ist immer.

Jetzt ist es ja so, dass ich grundsätzlich kein Mensch bin, der sich mit so einer halbgaren Lebenszufriedenheit abfinden würde. Ich will glücklich sein! Ich strebe nach Glück! Ich lese Bücher über Psychologie, über Philosophie, über Minimalismus, über zwischenmenschliche Kommunikation, über den nationalen Glücksindex, über das Leben des Dalai Lama, Märchen und Fabeln… zig Bücher, immer auf der Suche nach der Antwort: wo geht es zum Glück?

Und langsam dämmert es mir: Ich werde es im Außen nicht finden. Nicht im x-ten paar Schuhe, nicht in der nächsten Tafel Schokolade, nicht im exzessiven Sport, nicht in der „perfekten“ Figur, nicht im hundertsten Ratgeber.

Es heißt, wahres Glück ist innerer Frieden. Klingt klischeehaft und abgedroschen, aber wenn man mal wirklich darüber nachdenkt, stimmt es. Glücklich sind wir, wenn wir nichts begehren. Wenn nichts wehtut; wenn kein negativer Gedanke uns die Stimmung verhagelt; wenn wir weder den Bauch einziehen noch sonst irgendetwas machen müssen; wenn niemand uns stresst; wenn wir im Moment sind und einfach leben.

Aber das ist so leicht gesagt! Ich bin so gut wie nie im Moment. Wenn ich an A denke, mache ich gleichzeitig B und wenn ich mich C widme, denke ich immer noch an B. Und auch schon wieder an D und so weiter und so fort. In meinem Kopf geht es zu wie im Affenstall. Einem Affenstall neben einer mehrspurigen Autobahn. Meine Gedanken rasen den ganzen Tag mit 300 Kilometern die Stunde wild und kreischend durcheinander.

Kein Wunder, wenn mir „inner peace“ als Utopie erscheint.

Aber wie gesagt, ich finde mich nicht damit ab. Und ich habe einen Weg gefunden, der mich runterbringt, raus aus meinem Kopf, mehr zu mir selbst:

Yoga.

Zum ersten Mal nachhaltig damit in Berührung gekommen bin ich 2011, vor sieben Jahren. Meine Frauenärztin hatte mir Yoga empfohlen, um meinen Hormonhaushalt auszugleichen. Bis dahin war ich mehr der Lauf- und Fitnessstudio-Typ. Ich machte Sport, um abzunehmen und war fixiert auf meinen Körper und irgendwelche „Ideal“-Maße. Ich stemmte Gewichte, powerte beim Aerobic, verausgabte mich auf dem Crosstrainer und rannte kilometerweit durch den Wald. Gleichzeitig probierte ich zahllose Diäten, shoppte exzessiv Klamotten und wechselte eine Uni nach der anderen. Planlos lebte, studierte und arbeitete ich auf ein Ziel hin, das ich selbst nicht einmal kannte. Dabei kritisierte ich mich immerzu maßlos. Mein innerer Kritiker war (und ist es manchmal auch heute noch) ein fieses, kaltherziges Arschloch, dem ich nie etwas recht machen konnte. Immer war ich ihm zu dick, zu dumm, zu schüchtern, zu faul, zu schlecht, zu minderwertig. Rückblickend war das ein ganz schön stressiges und trauriges Leben.

Bis ich mit Yoga begann.

Auf einmal war da Ruhe. Nach den Kursen war ich gelöst und befreit, ja regelrecht beschwingt. Ich dachte nicht mehr so viel nach, haderte weniger mit mir. Auch körperlich spürte ich eine Veränderung. Ich hatte sogar zum ersten Mal in meinem Leben einen regelmäßigen Zyklus.

Ich spürte, dass Yoga „mein Ding“ ist. Trotzdem kam ich zunächst immer wieder davon ab. Mal besuchte ich ein paar Monate einen Kurs, dann ging ich wieder ins Fitnessstudio. Mal übte ich Yoga für mich zuhause, dann langweilte ich mich und rannte stattdessen einen Marathon. Während all der Zeit kämpfte ich mit mir selbst, mit meinem Studium, mit meinem stressigen Job, mit Endometriose und mit meinem Körperbild. Alles war ein Kampf.

„Für Frieden kämpfen ist wie für Jungfräulichkeit vögeln.“

Cecilia Ahern, „P.S. Ich liebe dich“

Erst in einer Phase, in der es mir so richtig schlecht ging, kam ich zum Yoga zurück – und blieb. Bis heute. Yoga hilft mir, herauszufinden, was ich wirklich will. Es hilft mir, in meine Mitte zu kommen, macht mich fit und beweglich, entspannter, liebevoller, hilfsbereiter und fokussierter. Ich habe keine Endometriose mehr und bin im Großen und Ganzen mit mir im Reinen. Yoga hat mir gezeigt, dass man für Frieden nicht kämpfen muss.

Ich bin mittlerweile so überzeugt von Yoga, von Meditation und der gesamten Philosophie, dass ich – Achtung, Trommelwirbel! – während meiner Elternzeit angefangen habe, eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen. Und jetzt ist es bald soweit!

Yay, ab Juni bin ich offiziell zertifizierte Yogalehrerin!

Ich brenne darauf, meine Begeisterung für Yoga weiterzugeben. Ich möchte anderen helfen, ihre negativen Gedanken loszulassen, ihren inneren Kritiker in die Schranken zu weisen, gesünder und bewusster zu leben und mehr zu dem Menschen zu werden, der sie wirklich sind.

„Yoga allows you to find an inner peace

that is not ruffled und riled

by the endless stresses and struggles of life.“

(B. K. S. Iyengar)

Mir gefällt, dass Yoga nicht nur den Körper formt, sondern vor allem auch den Geist. Es ist spirituell, ohne esoterisch zu sein. Es bietet Antworten auf Fragen, die wir uns noch nicht einmal gestellt haben.

Und es ist so schön kreativ. Beim Unterrichten kann ich wie beim Schreiben mit Sprache spielen, kann mich in unterschiedlichen Flows auslassen, kann Asanas (Körperhaltungen) kombinieren, kann die Stunden diversen Themen widmen, kann mir Geschichten zur Entspannung ausdenken und und und. Ich liebe es! Das Schönste ist, dass ich anderen Menschen etwas Gutes weitergeben kann.

Und Yoga ist wirklich für jeden geeignet. Für gestresste Manager und für junge Mütter, für Senioren, für Kranke für Schwangere, für Kinder, für Leute mit Knieproblemen oder welche mit Rückenleiden, für Zweifelnde, für Unsportliche, für Läufer, für Rocker, für Menschen mit Depressionen und für alle, die ihrem Körper einfach etwas Gutes tun möchten.

Ich bin schon sooo aufgeregt und gespannt auf meine ersten „Schüler“! Und ich danke all den lieben Menschen, die mich auf meinem Weg unterstützt haben, die immer an mich glauben, und die mir helfen, meinen Traum zu verwirklichen.

Unterrichten möchte ich in einem eigenen Raum in Thalheim, Kursinfos und Termine findet ihr immer aktuell auf der Website www.dreitannenyoga.de.

Auf diesem Blog werdet ihr von nun an neben den Geschichten aus meinem Alltag als vegane Mami auch ab und zu Texte, Erklärungen und Gedanken über Yoga und mein brandneues Sein als Yogalehrerin finden.

XOXO und Namastè,

Annemarie

Take time to do what makes your soul happy.

 

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