Was ich eigentlich den ganzen Tag mache und ab wann halten Kinder Mittagsschlaf?

Ich habe keine Zeit. Ich bin den ganzen Tag zuhause und habe eigentlich selten Termine, aber ich habe keine Zeit! Es gibt ja Menschen, insbesondere Männer, die können sich den Alltag einer nicht-berufstätigen Mutter schwer vorstellen. Bisschen putzen und kochen und mit dem Nachwuchs spielen, die hat doch den Lenz! 

Was ich den ganzen Tag mache? Putzen, kochen und mit dem Nachwuchs spielen, richtig. Aber eben auch noch waschen, saugen, aufräumen, baden (nicht mich), fegen, Grimassen schneiden, wickeln, spazieren gehen, Türmchen stapeln, backen, einkaufen, vorsingen, vorlesen, trösten und Hoppe hoppe Reiter spielen. Und nebenbei habe ich auch noch einen Mann (Freund, nicht verheiratet), der Aufmerksamkeit fordert.

Wie entspannt war doch die Zeit, als ich nach acht Stunden Dienst in der Onlineredaktion nach Hause gekommen bin und machen konnte, was ich wollte. WAS ICH WOLLTE! Sport, Bad nehmen, Party machen, Schnulzenfilm schauen und tafelweise Schokolade essen – scheiß egal, ich war frei!

Nee, ich bereue nichts und alles hat seine Zeit. Aber manchmal wünsche ich mir schon ein klitzekleines Bisschen von meinem alten Leben zurück. Aber das wird wieder, berichten erfahrene Mütter und Väter. Es gibt ein Leben nach der Kleinkindphase.

Alisa läuft ja jetzt. Das ist toll und unglaublich süß. Aber eben auch unglaublich anstrengend. Weil sie flink wie ein Wiesel durch die Wohnung huscht und verbotene Sachen macht. Glasschrank ausräumen. Kekse verstreuen. Cremetuben aufschrauben und Inhalt verschmieren. Die Katzen ärgern. Ständig ist irgendwo Alarm.

Doch es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass mich das stört. Also manchmal wünsche ich mir schon etwas mehr Ruhe und ein stilles Kind, das bescheiden und leise mit seinen Püppchen spielt. Aber ich liebe meine kleine Räubertochter und bin froh, dass sie mit solch einer Neugier und Energie jeden Tag zum Abenteuer macht.

Neulich habe ich versucht, sie dazu zu bringen, Mittagsschlaf zu machen. Im Bettchen versteht sich. Soll ja bald in die Kinderkrippe gehen und dort gibt es auch kein Pardon. Aber ich sehe schwarz. Alisa braucht nach wie vor ZWEI Schläfchen am Tag, eins am Vormittag und eins am frühen Nachmittag. Die hält sie auch nicht im Bettchen, sondern ausschließlich im Kinderwagen. Als ich sie letztens vormittags wachgehalten habe, in der Hoffnung, dass sie dann nach dem Mittag so müde ist, dass sie einfach wehrlos im Bettchen einschläft, hätte sie mir vor Übermüdung und schlechter Laune beinahe die Bude auseinander genommen. Sie war völlig entsetzt, als ich sie dann auch noch ins Bett legen wollte und hat so lange geschrien, bis ich sie wieder angezogen und in die Kutsche gepackt habe (wo sie binnen Minuten eingeschlafen ist). Das heißt, ich gehe mit ihr nach wie vor zweimal täglich raus – bei Wind und Wetter, Schnee und Sturm. Gut für die Gesundheit und gut für die Figur, schlecht fürs Energielevel.

Dafür geht sie abends ohne Wenn und Aber ins Bett. Meistens läuft es so ab, dass wir zu Abend essen, dann wird gebadet, gesungen und gekuschelt und dann geht es ohne viel Tam Tam in die Heia. Sie kennt das Ritual und mittlerweile ist es auch sehr selten geworden, dass sie sich beschwert oder nochmal nach Mama ruft.

Sie ist dafür schon früh zeitig wach und auch nachts immer mal auf zum Trinken, aber ich genieße meine freien Abendstunden. Oft bin ich dann zwar auch nicht mehr wirklich produktiv, weil ich mein ganzes Pulver schon am Tag verschossen habe, aber manchmal reicht es eben doch noch für ein paar liegengebliebene Sachen, Handarbeiten oder einen Text. Und das ist doch auch schon was.

Wie ist das bei euch, kommt ihr mit euren Mäusen auch zu nichts? Und wie klappt es mit dem Mittagsschlaf, ab wann haben eure Kinder tagsüber nur noch ein Schläfchen gebraucht?

Habt noch eine schöne Weihnachtszeit!

Wenn ich das nächste Mal zum Schreiben komme (und das ist hoffentlich VOR Weihnachten), verrate ich euch, was es bei uns dieses Jahr zum Weihnachtsmenü geben wird. Spoiler: Kein Fleisch! 😉

Bis dahin!

XOXO,

Annemarie

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