Cranberries, Acaí-Püree, Kokos: Superfoods im Test – Mit HANOJU

Superfoods sind längst in aller Munde. Auch in meinem. Weil sie im Laden oft ziemlich teuer und nicht immer von Bio-Qualität sind, bestellen wir Cranberries, Chiasamen und Co. seit einiger Zeit online.

Die Firma HANOJU („Ihr Spezialist für Superfoods und Nahrungsergänzung“) war so lieb und hat mir einige Produkte zum Testen geschickt. Im Paket: Bio Cranberry Beeren, Bio Acaí-Püree 100% und ein Kokos-Set bestehend aus Bio Kokosöl, Bio Kokossirup, Bio Kokosblütenzucker, Bio Kokosraspeln und Bio Kokosmehl. Aloha!

Bio Cranberry Beeren

Cranberries gehören für mich schon seit Jahren ins Müsli. Seit ich herausgefunden habe, dass die roten Früchten super sind zur Vorbeugung gegen Blasenentzündung, habe ich IMMER welche auf Vorrat.

Die amerikanischen Verwandten der deutschen Heidelbeere können aber noch mehr: Durch ihren hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen (Polyphenole und Anthocynae) schützen sie unsere Zellen vor freien Radikalen, stärken unsere Gefäße und das Herz-Kreislauf-System. Cranberries enthalten zudem sehr viel Vitamin C, das unser Immunsystem pusht, sowie reichlich Kalium, Kalzium, Magnesium, Vitamin A und B6, welches ebenfalls unser Abwehrsystem stärkt und – gerade für junge Mütter ein großes Plus – unsere Nerven.

Der Gehalt an Pektin und Ballaststoffen fördert zudem unsere Darmgesundheit, weshalb die Beeren besonders nach Antibiotika- und anderen Medikamenten-Einnahmen regelmäßig verzehrt werden sollten.

Cranberries sind durch ihre antibakterielle Wirkung wie gesagt ein super Mittel gegen Blasenentzündung, sie lindern aber auch Beschwerden von Prostata-Erkrankungen und verbessern die Mundhygiene, weil sie Schleimhautzellen vor schädlichen Einflüssen (Bakterien und Viren) schützen.

HANOJU bezieht die Beeren aus dem Cranberry-Exportland Nummer Eins: Den USA. Nach der Ernte aus kontrolliert biologischem Anbau werden sie getrocknet, in Zuckerrohrsaft getaucht und mit Sonnenblumenöl besprüht.

Die Lieferung erfolgt in wiederverschließbaren Papiertüten, umweltschonend und recyclebar. Großer Pluspunkt! Die Beeren sind von kräftig dunkelroter Färbung und verströmen schon in der Tüte den typischen herb-fruchtigen Duft. Im Gegensatz zu getrockneten Cranberries aus dem Supermarkt sind diese nicht mit Industriezucker sondern Zuckerrohrsaft gesüßt. Bevor wir die Beeren im Internet bestellt haben, kaufte ich mir immer welche im Bioladen, wo sie mit Apfelsaftkonzentrat gesüßt sind – was ich persönlich geschmacklich noch ein bisschen besser finde. Dafür bezahlt man aber auch mehr. Die HANOJU-Cranberries sind außerdem nicht so labbrig wie die von anderen Herstellern, sondern schön knackig und frisch.

Die Bio Cranberries von HANOJU haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, 250 Gramm kosten 9,95 Euro. (Zum Vergleich: Im Bioladen bezahlt man für 50 Gramm 5,95 Euro!) Sie sind bio, umweltfreundlich verpackt und schmecken super. Einziger Nachteil ist in meinen Augen, dass sie mit Zuckerrohrsaft statt Apfeldicksaft gesüßt sind.

 

Bio Acaí Püree 100%

Acaí (sprich Assa-i) -Beeren gelten ja momentan als DAS Superfood schlechthin: Faltenkiller, Stoffwechselturbo und Jungbrunnen, reich an Antioxidantien, sekundären Pflanzenstoffen und essentiellen Fettsäuren wie Linolsäure. Die Früchte des Kohlbaums (Euterpe oleracea), vorkommend im Amazonasgebiet, sehen aus wie unsere schwarzen Johannisbeeren, bestehen aber zu 90% aus Kern. Essbar ist nur die Haut. Weil nach dem Entkernen folglich wenig Frucht übrigbleibt, wird das Fleisch püriert und entweder getrocknet und zu Pulver vermahlen oder direkt abgefüllt.

Das rechtfertigt auch den stolzen Preis: 500 Milliliter Bio Acaí-Püree kosten 17,95 Euro. Geliefert wird das Produkt in einer dunklen Glasflasche mit Schraubverschluss. Das Püree ist nicht so dickflüssig, wie ich es erwartet habe, dafür wunderbar kräftig violett. Als Verzehrempfehlung gibt der Hersteller zweimal täglich 30 Milliliter vor den Mahlzeiten an. Das Püree ist also weniger ein Nahrungsmittel, sondern vielmehr Medizin. So schmeckt es auch: Herb und bitter. 1:1 mit Apfelsaft vermischt schmeckt es jedoch super fruchtig und stark nach schwarzer Johannisbeere. Tiefgefroren eignet sich das Püree übrigens auch super zur Herstellung von Smoothies, Bowls oder Eis.

Ob es was bringt, lässt sich nur über einen längeren Zeitraum abschätzen. Studien relativieren ja die Wunderwirkung der Superbeere – ihr Gehalt an Antioxidantien sei nicht höher als der von Heidelbeeren. Gegen Falten, Krankheiten und Übergewicht wirken sie nicht unmittelbar, sondern eher präventiv und im Zusammenspiel mit einer gesunden Lebensweise. Als exotische Zutat sind sie in jedem Fall eine Bereicherung für den Speiseplan. Und so toll violett, dass auch Kinder begeistert sein dürften.

Bio Kokosraspeln

Kokosnussfleisch gilt ja als wahrer Gesund- und Jungbrunnen, weil es so viele für den Menschen essentielle Nährstoffe (Fette, Proteine, Mineralien und Spurenelemente) enthält. Da die Raspeln direkt aus dem Fleisch gefräst und sofort getrocknet werden, bleiben alle Nährstoffe enthalten.

Dass die HANOJU-Kokosraspeln frisch sind, erkennt man beim Öffnen der wiederverschließbaren Papiertüte schon am Geruch. Es duftet nach Raffaelo und Südsee. Die Raspel sind rein weiß, noch beinahe saftig und schmecken intensiv nach Kokosnuss und nicht zu süß. Sie sind im Biss etwas gröber als von anderen Herstellern, was ich persönlich aber mag.

Solltet ihr aus den Raspeln allerdings wie ich vegane Bounty-Kugeln zaubern wollen, würde ich empfehlen, sie vorher einmal durch den Mixer zu lassen. Die Kugeln werden sonst zu bröselig und fallen auseinander. Um die Kugeln Kugeln bleiben zu lassen, musste ich eine Extra-Schicht Schokolade überziehen – was eigentlich nicht im Sinne der „Bounty-Light-Variante“ war. 

Dafür können aber die Raspel nix – die fand ich klasse. Gibt’s bei HANOJU nur im Kokos-Set.

Bio Kokosblütenzucker

Da bin ich ja generell ein Fan von! Industriezucker haben wir schon länger aus unserer Küche verbannt und am Anfang auf Stevia zurückgegriffen. Leider habe ich damit nie den optimalen Süßungsgrad erreicht, weshalb ich erst auf Agavendicksaft (zu viel Fructose) und dann auf Reis- (teuer!) und Ahornsirup umgestiegen bin. (Zu Süßungsmitteln schreibe ich demnächst nochmal einen eigenen Artikel.) Zum Backen finde ich Kokosblütenzucker aber am besten, weil es erstens ein „Kristallzucker“ ist und sich dadurch schön mit Mehl und trockenen Zutaten vermengen lässt und weil er zweitens einen ganz niedrigen glykämischen Index hat. (Zur Erinnerung: Ein niedriger „Glyx“ lässt unseren Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen und wirkt damit Diabetes und Bluthochdruck sowie Heißhunger und erhöhten Blutfettwerten entgegen.)

Weil Kokosblütenzucker außerdem nicht raffiniert wird, sind in ihm noch alle Nährstoffe enthalten. Er ist reich an Kalium, Magnesium, Eisen, Bor, Zink und Kupfer.

Gewonnen wird er aus dem Nektar der Kokospalme. Dieser tropft aus den Kokosblüten in Auffanggefäße, wird gekocht und solange zu Granulat verarbeitet, bis er kristallisiert und seine endgültige Form annimmt. Irgendwie eine schöne Vorstellung, sich von Nektar-Kristallen aus Kokosblüten zu ernähren. 

Außerdem ist es ein sehr nachhaltiges Lebensmittel, wenn man bedenkt, dass man aus einer einzigen Kokospalme 70 Jahre lang Zucker gewinnen kann.

Der Kokosblütenzucker von HANOJU kostet 6,95 Euro auf 250 Gramm, hat eine kräftige dunkle Farbe und schmeckt dezent nach Karamell (und überhaupt nicht nach Kokos, falls da jemand Bedenken hat).

 

Bio Kokosmehl

Kokosmehl ist das neue große Ding der Diät-Industrie. Frei von Gluten, Laktose und kurzen Kohlenhydraten eignet es sich für fast jede Ernährungsweise. Es enthält eine ideale Zusammensetzung von Ballaststoffen und lässt den Blutzuckerspiegel dank des niedrigen Kohlenhydratgehalts kaum ansteigen.

Gewonnen wird es wie die Kokosraspel aus dem Fleisch der Kokosnuss, wird getrocknet und anschließend fein vermahlen. Durch den hohen Anteil an Ballaststoffen (40 Prozent) halten mit Kokosmehl gebackene Kuchen länger satt als solche aus konventionellem Weizenmehl. Zudem enthalten 100 Gramm Kokosmehl 20 Prozent Eiweiß, was es auch für Sportler interessant macht.

Das Kokosmehl ist wie die Kokosraspel strahlend weiß und duftet dezent nach Kokosnuss. Im Teig vermischt sich der Geschmack mit den übrigen Zutaten und sticht nicht hervor. Die leichte Kokosnote bleibt jedoch auch im gebackenen Zustand erhalten, weshalb man es lieber nur für Rezepte verwenden sollte, die das vertragen. Ich habe damit zum Beispiel diese Cookies mit weißer Reisschokolade gebacken.

 

Bio Kokosöl

Oh mein Gott, Kokosöl! Ganze Bücher beschäftigen sich mit dem weißen Wunderfett. Gut für die Haut, gut für die Haare, gut fürs Gewicht, gut gegen Falten, gut fürs Nervensystem, gut für die Lippen, gut für die Tiere, ist antibakteriell, antiviral und antimykotisch. Es gibt Kokosöl sogar als Deo, als Make Up-Entferner, als Sonnencreme, Insektenschutzmittel und Medizin.

Das Geheimnis des Kokosöls liegt neben dem hohen  Gehalt an Mineralien und Vitaminen in einem Stoff namens Laurinsäure. Diese Fettsäure ist in der Lage, die schützende Lipidmembran von Bakterien und Viren zu durchdringen und sie von innen heraus zu zerstören. Es unterstützt damit unser Immunsystem und macht uns weniger anfällig für Krankheiten und Infektionen.

Das Bio Kokosöl von HANOJU hat einen Laurinsäuregehalt von 60 Prozent – was das angeht, kann man also nichts falsch machen.

Geliefert wird es in Rohkostqualität im Schraubglas. 900 Milliliter kosten 18,95 Euro, was vergleichsweise günstig ist. (Das im Bioladen erhältliche Kokosöl von Dr. Georg kostet das Dreifache.)

Bei Zimmertemperatur ist es cremig weich, beim Erhitzen in der Pfanne zerfließt es zu einer glasklaren Flüssigkeit. Es verleiht gebratenen Gerichten diesen frischen Hauch von Kokosnuss, ohne penetrant hervor zu schmecken. Das HANOJU-Produkt gefällt mir sehr gut, wobei ich jedoch auch von anderen überzeugt bin.

 

Bio Kokosblütensirup

Kokosblütensirup ist eingedickter Kokosblütenzucker. Wie dieser stammt er von Kokosplantagen auf den Philippinen, wird allerdings in den Niederlanden abgefüllt. Geliefert wird er im dunklen Glastiegel mit Schraubverschluss. Ich persönlich finde Flaschen bei Sirup etwas handlicher.
Der Sirup ist goldbraun und schmeckt wie der Kokosblütenzucker nicht nach Kokosnuss, sondern nach Karamell. Das macht ihn universell einsetzbar. Ich nehme ihn meist zum Süßen von Smoothies oder Müsli, weil er die Zutaten gleichzeitig bindet und sämiger macht.

650 Gramm kosten 15,95 Euro – der Preis liegt damit im Segment von Reis- oder Ahornsirup in Bio-Qualität.

 
Die Produkte wurden mir von HANOJU zum Testen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Der Artikel beruht auf subjektiver Einschätzung.

4 Gedanken zu „Cranberries, Acaí-Püree, Kokos: Superfoods im Test – Mit HANOJU“

  1. Soweit ich weiß ist es bisher keineswegs bewiesen bzw. sehr umstritten ob Kokosblütenzucker wirklich einen niedrigen glykämischen Index hat.

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      1. Guten Morgen,
        ich habe mich vor einigen Monaten mal etwas intensiver mit Kokosblütenzucker beschäftigt, da ich auf der Suche nach einer Zuckeralternative war. Ich konnte nirgendwo belastbare Beweise dafür finden, daß der glycämische Index niedrig ist. Ich vermute mal, daß irgendjemand die Behauptung aufgestellt hat und diese dann einfach ungeprüft übernommen wurde. Letzlich war mir die „Beweislage“ einfach zu dünn und ich bin bei Xylit bzw. Erythrit hängengeblieben…
        Viele Grüße,
        Thomas

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