Baby Buddha: Vergiss die Sorgen und lebe im Jetzt!

Babys haben keine Sorgen. Ich glaube, das liegt daran, dass sie ihren Tag noch nicht wie wir Erwachsenen in „vorhin“, „dann“ und „später“ einteilen. Sie leben einfach immer im Jetzt. Sie überlegen nicht, was sie gern zum Mittag essen würden. Wenn sie Hunger haben, wollen sie einfach essen. Und zwar schnell. Wenn sie müde sind, wollen sie schlafen und wenn ihnen langweilig ist, wollen sie spielen. Dann ein bisschen Kuscheln und – oh, eine Blume, gleich mal zerpflücken – dann wieder essen, schlafen, spielen. Ein Leben im Moment. Beneideswert. Wie kleine Mini-Buddhas.

Alisa ist mein persönlicher Zen-Meister. Sie lehrt mich, dass es nicht darauf ankommt, was früher war oder später sein könnte. Wenn ich im Grübeln versinke oder mir Sorgen mache wegen irgendeines Ereignisses in der Zukunft, dessen Ausgang ich gerade sowieso nicht beeinflussen kann, bringt sie mich wieder runter. Ich brauche sie nur anzuschauen: Wie sie gedankenverloren am Ohr ihrer Plüsch-Kuh nuckelt. Völlig eins mit sich und der Welt. Babys wissen nicht, was Zeit bedeutet. Sie wissen noch nicht einmal, dass es Zeit gibt.

Eckhart Tolle schreibt, dass das Leben ein Raum ewiger Gegenwart ist. Eine Aneinanderreihung von „Jetzt“. Nichts ist je in der Vergangenheit oder Zukunft geschehen – es ist im Jetzt geschehen. Das klingt so banal. Ist es aber nicht! Wie oft leben wir schon im Moment? Meistens sind wir doch in unserem Verstand gefangen. Denken an eine unbezahlte Rechnung, an den Streit mit einem Freund, an ein beängstigendes Vorstellungsgespräch oder sonstwas, was wir noch nicht oder nicht mehr ändern können. Und verpassen dabei die kostbaren kleinen Glücksmomente des Alltags.

Wir Erwachsenen halten uns für unglaublich klug und effizient, wenn wir versuchen, tausend Dinge gleichzeitig zu erledigen – Kühlschrank einräumen, Baby beruhigen, gleichzeitig telefonieren und den Kochtopf im Blick behalten. Dabei bedeutet Multitasking vor allem eins: Multi Stress. Kleinkinder aber sind Meister der Hingabe. Wenn sie etwas tun, dann gehen sie komplett darin auf und vergessen alles um sich herum. Ein Leben im Nimmerland. Wir waren alle mal so. Und unsere Kinder erinnern uns daran.

2 Gedanken zu „Baby Buddha: Vergiss die Sorgen und lebe im Jetzt!“

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